Die Altstadt von Hanoi – Das Viertel der 36 Gassen

Die Altstadt von Hanoi ghört auf jeder Vietnam Reise dazu, sie wird auch das Viertel der 36 Gassen genannt. Ein seltsamer Name, doch woher kommt er eigentlich?

Wie der Name schon sagt, die Altstadt von Hanoi besteht tatsächlich aus 36 Gassen. Wenn Sie zum ersten Mal hier sind ist es in den engen kleinen Straßen nicht einfach, die Orientierung zu behalten, zu überwältigt werden Sie von den Eindrücken sein! Sicher werden Ihnen einige Dinge auffallen, und nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, werden Sie die Altstadt von Hanoi auf Ihrer nächsten Reise nach Vietnam sicher mit anderen Augen sehen!

Die Architektur

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Häuser im allgemeinen sehr schmal sind, dafür jedoch wie Türme in die Höhe ragen und sehr weit in die Tiefe gehen? Was zunächste etwas merkwürdig aussieht hat historisch bedingt einen guten Grund. Man spart viel Geld!

Wie Sie ja sehen ist der Platz in der Altstadt von Hanoi sehr limitiert, daher gab es bereits in der Vergangenheit eine sehr hohe Grundsteuer. Diese wurde in der Vergangenheit allerdings lediglich anhand der Front zur Straße hin bemessen. Es lohnte sich also, so schmal wie möglich zu bauen, wie hoch oder wie weit in die tiefe das Haus geht spielte schließlich für die Besteuerung keine Rolle. So entstanden Häuser, die weniger als 2 Meter breit sind, dafür aber über 50 Meter in die Tiefe gehen und 8 Stockwerke hoch sind.

Die Altstadt von Hanoi – Das Viertel der 36 Gassen
Die typische Architektur in Hanoi

Die Geschäfte und Straßennamen

Schnell wird Ihnen bei einem Spaziergang durch die 36 Gassen etwas auffallen: Meist verkauft der Nachbar genau das Selbe wie der Laden nebenan, in ganzen Straßenzügen führt jeder Laden die gleichen Produkte. Ein Phänomen, das ebenfalls eine historische Begründung hat:

In der Vergangheit war gesetzlich vorgeschrieben, welches Produkt in welcher Straße verkauft wurde. In einer Straße beispielsweise durften nur Schuhe verkauft werden, in der nächsten nur Gewürze, in einer weiteren nur Lederwaren etc. Diese Regelung besteht heutzutage nicht mehr, aber da die Geschäfte über Generationen weiter vererbt wurden behielten viele Kinder und Enkel das Geschäft ihrer Eltern Großeltern bei, daher findet sich auch heute noch eine starke Struktur in den 36 Gassen von Hanoi.

Besonders in den von touristisch am meisten besuchten Straßen schwindet dieses Model zunehmend und Sie finden überwiegend Restaurants, Bars, Hotels oder Souvenirshops. Doch wenn Sie einfach mal um ein paar Ecken gehen finden Sie nach wie vor die teraditionellen Straßen, so gibt es beispielsweise noch die Straße für Metallarbeiten, für Bambusleitern oder für Gewürze. Hier spüren Sie noch die echte Atmosphäre der traditionellen Altstadt von Hanoi.

Die Altstadt von Hanoi – Das Viertel der 36 Gassen 01
Die Straße der Bambusleitern in der Altstadt von Hanoi

Falls Sie wissen wollen, welche Straße früher für welches Produkt zuständig war, Sie es aber nicht mehr klar erkennen können ist es huilfreich, den Straßennamen zu übersetzen. Alle Straßen wurden nämlich nach dem jeweiligen Produkt benannt, das hier verkauft wurde. Die Straßennamen beginnen mit dem Wort „Hàng“, was wörtlich übersezt „Reihe“ bedeutet, das Wort danach ist der Name des Produktes. So gibt es zum Beispiel die Schuhreihe, die Leiternreihe, die Gewürzreihe und viele mehr.

Wenn Sie also auf der Suche nach einem bestimmten Produkt sind nehmen Sie den Stadtplan und ein Wörterbuchzur Hand. Wenn Sie eine Entsprechende Straße finden dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es auch das gesuchte Produkt hier gibt.

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