Tipps für die richtige Reiseapotheke bei Reisen nach Asien

Reisemedizin: Diese Medikamente müssen mit auf Asienreise

Für die Reiseapotheke gibt es keine Universallösung, es gilt eher das Baukastensystem. Je nach persönlichem Gesundheitszustand, Art, Länge und Ziel der Reise sollte es eine maßgeschneiderte Lösung geben. Hier eine Checkliste, welche Arzneien bei Reisen nach Kambodscha, Laos und Vietnam in der mobilen Apotheke mitreisen sollten.

Die Grundausstattung

Reiseapotheke bei Reisen nach Asien

Gesundheit auf Reisen

Wer ein oder zwei Wochen weitgehend in Hanoi, Phnom Penh oder Vientiane verbringt, sich gut mit Sonnenschutz eincremt und ausreichend Wasser trinkt, kommt in der Regel mit einer Grundausstattung an Standardmedikamenten aus. Eine Basis-Reiseapotheke beinhaltet:

  • Mittel gegen Durchfall:

Stress, ungewohnte Lebensmittel, andere Hygienestandards, sie alle führen gerne mal zu Magen-Darm-Problemen. In erster Linie heißt es reichlich trinken und den Salzverlust mit sogenannten Elektrolyt-Präparaten auszugleichen. Wer ein Mittel gegen Durchfall nehmen möchte, kann zu Vaprino greifen. Vorsicht bei Arzneien mit dem Wirkstoff Loperamid. Er verlangsamt die Darmfunktion, das kann die Entwicklung der Erreger begünstigen.

  • Mittel gegen Schmerzen:

Bei Kopf- oder Gliederschmerzen helfen Ibuprofen oder Paracetamol. Finger weg von Aspirin. Die enthaltene Acetylsalicylsäure (ASS) wirkt Blut verdünnend und steht im Verdacht bestimmte tropische Infektionskrankheiten zu verschlimmern.

  • Mittel gegen Insekten:

DEET gilt als wirksamster Schutz gegen Mücken (Produkte mit mindestens 20 % Diethyltoluamid (DEET) wählen – nicht für Schwangere und Kinder unter 2 Jahren geeignet) z.B. von Care Plus. Alternativ kann ein Mittel mit Icaridin (mindestens 10 Prozent) verwendet werden. Lokal sind viele Insektenschutzmittel unkompliziert erhältlich. Achtung: In Südostasien bedarf es Insektenschutz rund um die Uhr, da die Gefahr von Malaria und Dengue-Fieber besteht! Malaria-Mücken beißen nachts, Dengue-Mücken sind tagaktiv.

  • Mittel gegen Verletzungen:

Ein Desinfektionsmittel ist Pflicht, weil die heißen Temperaturen Bakterien auf der Haut schneller wachsen lassen. Gaze-Wundauflagen, Pflaster und eine Wundsalbe (Bepanthen oder Betaisodona) runden das Set ab. Auch Blasenpflaster dürfen im Gepäck nicht fehlen.

  • Mittel gegen sonstige Beschwerden:

Außer Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens SPF 30), After Sun Creme und Fenistil Gel (hilft bei Insektenstichen, Sonnenbrand und Hautausschlag) sind auch Bach Original Rescue Tropfen sinnvoll. Die Notfalltropfen wirken beruhigend und helfen in körperlich und emotional belastenden Situationen. Dazu kommen individuelle Arzneien (etwa Dauermedikation, Allergiemittel, Nasenspray oder Arzneien gegen Übelkeit und Reisekrankheit).

  • Hilfsmittel:

Einmalhandschuhe, Fieberthermometer, Pinzette und Schere.

Weitere Informationen und Tipps für die Basis-Reiseapotheke findet man auf europa-apotheek.com.

Malariagebiet Südostasien

Gesundheit auf Reisen

Gesundheit auf Reisen

Grundsätzlich zählt Südostasien zu den Malariagebieten, eine Expositionsprophylaxe mit wirksamem Insektenschutz und Moskitonetz ist in den Ländern immer angeraten. Die vorbeugende Einnahme von Malariamedikamenten hingegen so gut wie nie. Vor allem die Stadtgebiete in Laos und Kambodscha, sowie der Norden und Süden Vietnams gelten als malariafrei. Wer in bekannten Risikogebieten unterwegs ist, sollte ein Notfallmedikament (Malarone oder Riamet) in der Tasche haben. Es empfiehlt sich, vor jeder Reise den Rat eines Tropenmediziners einzuholen.

Fotos von Asiatica

Asiatica Travel Team

Minh Hang

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