Vietnamesisches Fest des Küchengottes

Endlich am 23. des letzten Mondmonats (anlässlich des Tetfestes) wird das vietnamesische Fest des Küchengottes gefeiert. Dieses Fest wird so Tet Ong Cong, Ong Tao genannt. An diesem Tag wird in jeder Familie ein Dankeschön-Essen für den Küchengott, der das ganze jahrlang die Familie überwachte, zubereitet. Das ist ein schönes Kultureigenschaft von Vietnam seit Generationen.

Vietnamesisches Fest des Küchengottes

Vietnamesisches Fest des Küchengottes

Laut der Vietnams traditionellen Sitten und Gebräuche verabschieden wir an dem Fest des Küchengottes ihn für seine Rückfahrt nach Empyreum in einer Woche. Da berichtet er dem Jadekaiser über die Tätigkeiten der Menschen auf Erden im vorangegangenen Jahr. Nach der Berichterstattung wird er am Sivesterabend nach Hause zurückkehren. Mit dem Dankeschön-Essen hofft man, dass der Küchengott gute Stimmung hat und daher nur Gutes erzählt. Bei vielen positiven Nachrichten wird der Jadekaiser uns im neuen Jahr segnen und beglücken.

Vietnamesisches Fest des Küchengottes

Vietnamesisches Fest des Küchengottes

Doch eigentlich gibt es bei Küchengott nicht nur einen Gott, sondern sogar um drei, wie die Legende berichtet:

Es war einmal ein Ehepaar Trong Cao und Thi Nhi. Sie waren schon sehr lange verheiratet, hatten aber keine Kinder. Diese Tatsache führte zu den Streiten zwischen den beiden. Deswegen hatten sie kein glückliches Zusammenleben und verlief sehr disharmonisch. Weil die Frau von ihrem Mann oft geschlagen wurde, verließ sie ihn schließlich und heiratete später einen anderen Mann nämlich Pham Lang. Nachdem seine Frau ihm verließ, bedauerte Trong Cao sich sehr dafür und begann die Frau zu suchen. Eines Tages kam er zum Haus seiner Ex-Frau Thi Nhi. Sie erkannte ihn und setzte ihm eine besonders reichliche Mahlzeit vor. Plötzlich kam ihr zweiter Mann nach Hause und Thi Nhi müsste ihren Ex-Mann in einem Strohsack verstecken. Unglücklicherweise begann Pham Lang Stroh zu verbrennen, um Dünger für die Felder zu haben. Um für seine alten Fehler zu sühnen und seine Ex-Frau zu schützen, ließ sich Trong Cao in dem Sack verbrennen und kam dabei natürlich zu Tode. Als Thị Nhi den Vorfall bemerkte, erkannte Sie, dass da immer noch Liebe war, fühlte sich schuldig an seimem Tod und sprang ins Feuer, um mit ihm zu sterben. Als Zeuge dieses Dramas verstand der zweite Ehemann die Situation. Aus Liebe zu seiner Frau und Bedauern über den Tod des Paares sprang auch er ins Feuer. Als die Drei dann beim Jadekaiser im Himmel ankamen, war der Jadekaiser so gerührt über ihre tragische Geschichte, dass er sie zu Göttern der Küche machte, um um den Wohlstand jeder Familie zu kümmern.

Vietnamesisches Fest des Küchengottes

Vietnamesisches Fest des Küchengottes

Vietnamesisches Fest des Küchengottes

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Neben dem Dankeschön-Essen vorbereitet man die Opfergaben aus Pappe für die Küchengötter bei der Verbrennung. Den Bräuchen folgend besorgen viele Familien sich auch einen echten Fisch, der noch lebendig ist. Vorzugsweise einen Karpfen. Dieser Fisch wird anschliessend in einen Fluss oder See in die Freiheit entlassen. Die Küchengötter werden dann auf einem Karpfen zum Empyreum.

Im Lauf der Zeit können die Opfergaben verändert werden, reichlicher und wertvoller. Aber es ist glücklich, dass die traditionellen Sitten und Gebräuche noch da bleiben.

Fotos im Internet

Asiatica Travel Team

Minh Hang

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